Hilfe wenn's brennt

Case-Story

Als die Website eines Hamburger Verkehrsunternehmen ausfiel, konnten täglich 1,2 Millionen Fahrgäste nicht mehr ihre Route prüfen. Wir lösten die Ursache des Problems – einen Konfigurationsfehler in der Db2-Datenbank. Inzwischen sind unsere IT-Experten für den Zukunftsbeweger weit mehr als „Feuerlöscher“: Sie betreuen einen Großteil ihrer Datenbanken.

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ITGAIN@TDWI: KNIME zum Anfassen.

18.06.2018

Clusteralgorithmus für Churn Prevention – lassen Sie sich dies auf der TDWI zeigen und diskutieren Sie mit uns, wie ein Einsatz pragmatisch machbar ist. Einfach machen! Wo? TDWI 2018 München; Wann? 26.-28. Juni 2018 Stand #52 Unser Ziel: "Kompetenz gewinnbringend einsetzen.“ - Probieren Sie uns aus! Neben dem „Was“ finden Sie auch in dem Artikel "Die Lücke im System" das „Wie“ zu einem System, um Informationen passend zu Ihren Anforderungen zu erschließen. Hier geht es zum Artikel: Die Lücke im System – Informationen aus Analysen gewinnen. Eine Geschichte wie es in der Zukunft sein wird und Hinweise wie dies zu erreichen ist. Wir versetzen Sie gerne in die Lage, auf dem digitalen Spielfeld erfolgreich zu sein. Projekt anfragen – auch in Ihrer Nähe.

ITGAIN@TDWI: Analytische Methoden und Vorgehensmodelle sind die neuen Herausforderungen in modernen BI-Umgebungen. ITGAIN stellt wichtige Aspekte vor.

12.06.2018

Wo? TDWI 2018 München; Wann? 26. Juni 2018 ab 09:00. Die folgenden Punkte sind auch Ihre Ziele? Dann besuchen Sie uns auf unserem Stand #52 und erfahren Sie, wie Sie mit unseren Kompetenzen profitieren können. Touch down! – Zum richtigen Zeitpunkt, das richtige tun - Dynamische Optimierungsmodelle in der Praxis. Die Zukunft kennen! – Auswahl geeigneter Metriken zur Beurteilung der Performance von Predictive Analytics - Was können Unternehmen von der Wettervorhersage lernen? Informiert! – Was Analytics Projekte ins Stocken bringt und mögliche Lösungsansätze. Schnell & einfach! - Advanced Analytics –  mit der Methode zum Modell und dann? Flexibel! – Management von agilen Projekten im Analytics Umfeld - So wird’s gemacht! Unsere Kollegen beraten Sie gerne auf der diesjährigen TDWI Konferenz. Besuchen Sie uns auf der größten, unabhängigen Konferenz zum Thema Business Intelligence und Data Warehousing vom 26. bis 28. Juni 2017 in München. Stand #52 Unser Ziel: "Kompetenz gewinnbringend einsetzen.“ - Probieren Sie uns aus! ITGAIN@TDWI - Melden Sie sich an!

„Bitte erklären Sie einem 10-Jährigen…“: Hadoop Cluster

11.06.2018

Immer mehr Daten in immer größerer Geschwindigkeit speichern und bearbeiten? Ein Server allein schafft das irgendwann nicht mehr. Die Devise lautet deswegen Teamwork: Mehrere Rechner teilen die Aufgaben untereinander auf. Klingt einleuchtend? Ist aber knifflig. Philipp Böcker, Big Data Consultant bei ITGAIN, erklärt Ihnen Hadoop Cluster so, dass es jeder versteht. Sogar ein 10-Jähriger. YARN, HDFS oder Map-Reduce-Algorithmus… Wer verstehen will, wie ein Hadoop Cluster funktioniert, stößt ganz schnell auf unverständliche Begriffe. Dabei ist die Sache eigentlich ganz einfach. Stell dir vor, du musst eine Mathearbeit schreiben. Verflixt. Aber diesmal ist alles anders: Du schreibst sie nicht allein. Deine Klasse nimmt nämlich an einem Mathewettbewerb teil. Die Klasse, die am schnellsten ist und am besten abschneidet, gewinnt. Deswegen soll jeder nur die Aufgaben rechnen, die er gut schaffen kann. Klingt gut? Ist es auch! Und deswegen macht man das Gleiche, wenn man so irrsinnig viel zu berechnen hat, dass es ein Computer allein nicht mehr schafft. Dann verteilt man die Aufgaben auf viele Rechner. Das Ganze nennt man dann ein Hadoop Cluster. Und es funktioniert eigentlich genauso wie du und deine Klasse bei einer Mathearbeit. Nur nicht mit Matheaufgaben, Schülern und Lehrern, sondern mit Daten, Computern und Computerprogrammen. Aber zurück zu dir. Du und deine Klassenkameraden – die Computer – sitzt also im Klassenzimmer auf euren Plätzen und seid bereit loszulegen. Die Arbeit liegt auf dem Pult beim Lehrer – im Hadoop Cluster würde das „Hadoop Distributed File System“ heißen. Die Aufgabe des Lehrers übernimmt ein Computerprogramm namens YARN. Der Lehrer jedenfalls kennt nicht nur die einzelnen Aufgaben der Mathearbeit gut, sondern weiß auch, welche deiner Mitschüler besonders fit sind und wer nicht ganz so schnell rechnen kann. Deswegen überlegt er sich vorher schon mal, wie er die Aufgaben verteilen möchte. Also wer mehr Aufgaben rechnen soll, wer weniger. Wer die schwereren Aufgaben bekommt und wer die leichteren. Schließlich kommt es heute nicht darauf an herauszufinden, wer der größte Mathecrack ist, sondern ein Gesamtergebnis mit der Note 1 zu bekommen. Du findest, das könnte ruhig immer so sein… Die Aufgaben müssen also sinnvoll verteilt werden. Dabei hilft eure Klassensprecherin Luise dem Lehrer. Natürlich, wie immer... Der Lehrer hat Luise gesagt, dass Philipp vier mittelschwere Aufgaben erledigen soll. Die schlaue Rike soll ein kleineres, aber kniffligeres Aufgabenpaket bekommen. Und Marina, die beim letzten Mal nicht so schnell war, bekommt zwei leichte Aufgaben. Luise schnipselt die Klassenarbeit deswegen erstmal auseinander und legt die Aufgaben auf verschiedene Stapel, einen für leichte, einen für mittelschwere und einen für schwierige Aufgaben. Dann ruft sie jeden Schüler einzeln auf und sagt ihm, welche Aufgaben er sich nehmen soll. Später, wenn ihr dann fertig seid, wird Luise eure Aufgaben wieder zusammenfügen. Dieses ganze Auseinanderschnipseln und wieder Zusammenkleben nennt man im Hadoop Cluster „Map-Reduce“. Aber egal, was für dich als Rechner zählt, ist: Von insgesamt 30 Aufgaben musst du nur drei erledigen. Toll! Während nun alle Schüler so vor sich hinrechnen, geht Luise rum und sieht nach, ob auch wirklich jeder mit seinen Aufgaben klarkommt. Dabei sieht sie zum Beispiel, dass Rike viel flotter ist als gedacht und du mit deinen Aufgaben mal wieder ganz schön ins Schwitzen kommst. Also nimmt sie dir eine Aufgabe weg und schiebt sie zu Rike rüber. Wirklich, dieses System gefällt dir! Und Rike auch. Als alle fertig sind, legt jeder seine Aufgaben auf Luises Tisch. Die fügt sie dann wieder zu einer kompletten Arbeit zusammen. Wenn sie fertig ist, sagt sie dem Lehrer Bescheid. Der schickt sie dann an andere Erwachsene, die sich den ganzen Wettbewerb ausgedacht haben. Klar, schließlich sind Berechnungen ja meist zu irgendwas gut – und wenn es nur ein Wettbewerb ist. Eine Woche später bekommt ihr das Ergebnis. Leider hat’s diesmal nur für Platz 2 gereicht, weil eine andere Klasse schneller war. Aber nächstes Mal wird’s sicher was mit dem Sieg! Euer Lehrer hat nämlich euch und eure Fähigkeiten wieder ein bisschen besser kennengelernt. Und du darfst in Zukunft deswegen auch hundertprozentig nur deine Lieblingsaufgaben rechnen.  

Modernisierung: Mainframe-Umfeld erfordert Expertise

04.06.2018

Die Digitalisierung geht mit zahlreichen Herausforderungen für Organisationen und Unternehmen einher. Eine davon ist die Modernisierung von Mainframe-Systemen. Hierbei gilt es unter anderem, eingesetzte Technologien zu konsolidieren und eine einheitliche Programmiersprache zu implementieren. Darüber hinaus sind einige weitere Faktoren zu beachten. Modernisierung von Mainframe-Systemen Nicht selten haben Unternehmen und auch öffentliche Einrichtungen noch Programme in COBOL oder ähnlichen Sprachen auf ihrem Mainframe im Einsatz. Vielerorts steigen daher die Kosten für Entwicklung, Wartung und Betrieb. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die bestehende Software trotz der widrigen Umstände wirtschaftlich weiterzubetreiben. Eine Option ist die Mainframe-Modernisierung. Auf dieses Gebiet hat sich unter anderem ein eigener thematisch aufgestellter Bereich der ITGAIN spezialisiert. Wir unterstützten unsere Kunden dabei, ihr Mainframe-System fit für die Zukunft zu machen. Methodisch, fachlich und mit unseren Erfahrungen. Methodisches Vorgehen, wenn man mit dem Standvorgehen nicht weiter kommt. Ein Beispiel aus der Praxis. Hierbei führen die Experten zunächst den eingesetzten Software-Stack zusammen, vereinheitlichen vorhandene Datenbanken und richten das System zudem auf eine definierte Programmiersprache aus. In diesem Rahmen kommen individuelle Lösungen zur Anwendung - etwa eine automatische Migration oder Konvertierung, eine modellbasierte Umstellung oder auch eine manuelle Überarbeitung. ZUM THEMA: Migration mit Tempo und Top-Performance Weitere Herausforderungen - Mainframe als Service nutzbar Neben einer Modernisierung von Mainframe-Systemen ist heute ein wesentlich höherer Grad der Integration in Enterprise-Architekturen erforderlich als in der Vergangenheit. Dies ist nur dann realisierbar, wenn die Funktionalitäten der Mainframe-Anwendungen als Service in den übrigen Systemen nutzbar sind. ITGAIN begegnet dieser Herausforderung beispielsweise über Webservices oder die Anbindung an einen Enterprise Service Bus. Werden im Rahmen der Mainframe-Modernisierung Applikationen identifiziert, die zu pflegeaufwendig oder veraltet sind, konzipiert wir Managed Services für deren Auslagerung. Insgesamt sinkt hierdurch der Wartungsaufwand und es werden Kapazitäten für das Kerngeschäft frei. Die bestehenden Mainframe-Anwendungen stellen ein sehr wertvolles Asset des Unternehmens dar und das fachliche Knowhow gilt es zu erhalten. Deswegen ist darauf zu achten, dass der Wechsel in solchen Schritten vollzogen wird, dass die betroffenen Mitarbeiter nicht abgehängt werden. Die Spezialisten von ITGAIN beherrschen sowohl die „alte“ als auch die „neue“ IT-Welt und können dadurch den Übergang für die Entwicklungs- und die Betriebsmannschaft möglichst sanft gestalten. Rehosting als attraktiver Ansatz ITGAIN konnte seine Expertise im Mainframe-Bereich bereits in mehreren Projekten unter Beweis stellen. So stand etwa das Kommunale Rechenzentrum am Niederrhein vor der Problematik, dass ein Transaktionsmonitor (IMS) auf dem Mainframe vertraglich nicht mehr verlängert werden sollte, da immer mehr Anwendungen auf der dezentralen Plattform liefen. Es war nicht mehr wirtschaftlich, das IMS auf dem Großrechner weiterzubetreiben. Das Ziel lautete, auf Linux zu migrieren, um keine neuen Verfahren entwickeln zu müssen. ITGAIN wählte einen Rehosting-Ansatz. Die Software läuft damit nicht mehr auf dem Mainframe, sondern auf einem Linux-Server, der die bisherige Mainframe-Umgebung quasi simuliert. Die fachliche Logik blieb demnach unverändert und aus Anwendersicht ergab sich keine Änderung. In Summe wird deutlich, dass die Mainframe-Modernisierung mehrere Vorteile mit sich bringt. Sie ist jedoch auch ein komplexer Prozess, der nur erfolgreich ist, wenn wichtige Aspekte und Prämissen beachtet werden. Entsprechend empfiehlt sich eine Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern wie ITGAIN. Interessiert? Projekt anfragen.

6 Faktoren für ein gutes Zusammenspiel einer Testautomatisierung im DWH-/Bi-Umfeld

16.05.2018

Damit die Testautomatisierung gelingt, müssen einige Faktoren zusammenspielen: ein interdisziplinäres Team aus Vertretern der Fachseite, Anforderern und Testern mit guten SQL- und Skript-Skills und dem nötigen fachlichen Wissen frühzeitige Tests mit produktionsnahen – pseudonymisierten und/oder anonymisierten – Datenbeständen. Diese sollten – ebenfalls möglichst automatisch – entsprechend den Projektzielen aufbereitet werden (etwa mit Fokus auf bestimme Produkte, Kundengruppen etc.) die Einführung von Standards: Wie werden verskriptete Plausibilitätschecks abgelegt und aufgerufen? Wie werden Testprotokolle automatisch erzeugt und konsolidiert? die regelmäßige Ausführung aller vorgesehenen Szenarien in vollständigen Jobnetzen – und zwar nach jedem Defekt-Fixing (zum Beispiel jede Nacht). Außerdem sollten Sie die erzeugten Werte direkt nach Verarbeitung erneut auf mögliche Abweichungen absuchen zwei oder mehrere Testumgebungen, die gleichzeitig betrieben und beladen werden, damit direkt nach dem Bugfixing die Vorher-/Nachher-Stände verglichen werden können marktübliche Tools oder Bordmittel des ETL-Werkzeugs und der Datenbank, die die datenorientierte Testautomatisierung unterstützen Tests im DWH- und BI-Umfeld laufen üblicherweise datenorientiert. Natürlich müssen auch andere Aspekte wie Performance, Darstellung, Zugriffsschutz und vieles mehr penibel geprüft und qualitätsgesichert werden. Dennoch ist der Fachanwender einer BI-Applikation vorwiegend daran interessiert, dass die angezeigten Werte seiner Erwartung entsprechen. Passiert es nun aber doch, dass eine bestimmte Zahl in einem Bericht eine andere Qualität aufweist, als erwartet – etwa in Granularität, Zeitbezug, Aktualität oder Vollständigkeit – dann geht die Suche los. Die Gründe können vielfältig sein: Wurde ein wichtiges Vorsystem noch gar nicht angezapft? Gab es vielleicht einen Fehler in der ETL-Transformation? Möglicherweise hat die Übergabe an einen Datamart nicht funktioniert. Oder es handelt sich schlichtweg um einen Altfehler im Vorsystem. Das Credo, mit dem Sie dem Fehler auf die Schliche kommen, lautet: testen, testen, testen – und das am besten automatisiert. Was Sie dafür brauchen, ist ein engmaschiges Netz aus Plausibilitätschecks, Quersummen, Regeln, Schwellwerten und dergleichen mehr. Damit lässt sich nicht nur die Herkunft des Fehlers effizient eingrenzen, auch Fehleranalyse und -behebung gehen anschließend schneller. Je mehr sinnvolle Ausschnitte des Datenwürfels, Tabellen im Core-DWH, Schnittstellen und so weiter auf diese Weise überprüft werden, desto erfolgreicher auch der Test. Das Testnetz Dieses Testnetz zu knüpfen bedeutet zunächst einmal viel Arbeit. Arbeit, die sich aber auszahlt. Besonders, wenn Sie den Testprozess später automatisieren. Denn DWHs werden ständig erweitert und verbessert – und müssen dementsprechend auch immer wieder getestet werden. Mit einem solchen empfindlichen Fehlerradar ausgestattet, lassen sich DWH/BI-Plattform deutlich komfortabler betreiben. Fehler bemerken Sie so schneller als der Endanwender. Die Testautomation Ist die Automatisierung der Tests im DWH- und BI-Umfeld erstmal eingerichtet, haben Sie die Grundvoraussetzung für eine effiziente Fehleranalyse und -behebung geschaffen. Darüber hinaus ist es aber wichtig, dass die Zusammenarbeit mit der Entwicklung sowie mit anderen Workstreams funktioniert. Dafür ist es hilfreich, bestimmte SLAs mit den Entwicklern zu vereinbaren – etwa die Bearbeitungsdauer des Fehlers nach Schweregrad – und bestimmte KPIs einzuführen – zum Beispiel eine Defekt-Reopening-Quote. Mit solchen Maßnahmen lässt sich die Qualität des Bugfixings besser steuern. Was können wir für Sie tun? Ihnen fehlen die Ressourcen oder die Kompetenzen, um Tests zu automatisieren und in einem DWH/BI-Projekt aufzusetzen? Die Consultants von ITGAIN kennen sich bestens damit aus. Sprechen Sie uns einfach an!

Komm ins Aufbauteam des Standorts Mannheim

09.05.2018

Neue Räume, neue Freiheit: Kick-off für die Eroberung neuer Horizonte bei der Eröffnungsfeier der neuen Geschäftsstelle Südwest in Mannheim. Wenn es zu eng wird, ist es Zeit, neue Freiräume zu erschließen. Mit dem Umzug unserer Geschäftsstelle von Frankfurt nach Mannheim haben wir das getan. Und genau deswegen bis Du bei uns richtig. Hier wartet jede Menge Freiheit auf dich.  Freiheit für kreative Ideen – und alle Möglichkeiten, sie umzusetzen! Werde Teil des Aufbauteams unserer Geschäftsstelle in Mannheim und brich mit uns zu neuen Horizonten auf. Mit neuen Schwerpunkten wie Analytics, DevOps oder Werbekampagnen – und namhaften, internationalen und nationalen Kunden. Bewirb dich jetzt!  

„Bitte erklären Sie einem 10-Jährigen…“: Churn Prevention

27.04.2018

Analytics ist ein kompliziertes Unterfangen. Es geht dabei um Datensammlungen, knifflige Algorithmen und Hypothesen in wenig anschaulichen Programmiersprachen. Keine Lust, da durchzusteigen? Verständlich. Es gibt aber etliche Anwendungsmöglichkeiten, durch die Unternehmen von Analytics profitieren können. Eine davon ist Churn Prevention – oder, auf gut Deutsch: Kündigungen verhindern. Wir haben unseren Analytics Consultant Thilo Boehnke gebeten, das Ganze so zu erklären, dass es wirklich jeder versteht. Sogar ein 10-Jähriger. Die Ausgangssituation ist einfach: Stell dir vor, du bist Landwirt und hast einen Marktstand, an dem du jeden Samstag auf dem Wochenmarkt frisches Gemüse verkaufst. Weil du ein tüchtiger Geschäftsmann bist, bietest du deinen Kunden ein Abonnement an: Eine ganze Tüte voller Obst, Gemüse und Kräutern zum Preis von 15 Euro. 30 Kunden haben dieses Abo abgeschlossen und kommen nun wöchentlich vorbei, um ihre Tüte abzuholen. Du kennst sie alle persönlich und weißt auch, wer lieber Äpfel als Birnen mag. Eines Tages kommt Sarah so wie jeden Samstag an deinen Stand, nimmt ihr Gemüse entgegen und macht ein betretenes Gesicht. Sie möchte ihr Abonnement kündigen. Ein paar Stände weiter hat sie einen Bauern gefunden, bei dem sie für das gleiche Geld Biogemüse bekommt. Dass du jetzt einen Kunden und damit 15 Euro pro Woche weniger hast, ist natürlich nicht gut für dein Geschäft. Hättest du gewusst, dass Sarah Biogemüse gut findet, hättest du ihr vielleicht ein Angebot gemacht, mit dem sie trotzdem bei dir geblieben wäre. Du hättest ihr zum Beispiel die Tüte für 10 statt für 15 Euro geben können. Aber woher hättest du wissen sollen, wer von deinen 30 Abokunden überlegt zu kündigen? Keine gute Idee wäre jedenfalls, sicherheitshalber allen die gleiche Tüte für nur 10 Euro anzubieten, wo doch die meisten unter ihnen immer noch mit deinem Angebot zufrieden sind. Das wäre noch schlechter für dein Geschäft als einen einzigen Kunden zu verlieren. Deine Neugier ist geweckt und du schaust in dein Heftchen, in dem du alle deine aktuellen und früheren Abonnenten mit Namen und Vorlieben notiert hast. Wer sind die Risikokandidaten? Ist es Oma Else mit dem Hut? Oder Frank Meister, der immer erst kurz vor Schluss kommt? Reine Spekulation, so hat das keinen Zweck. Klüger ist es nachzuforschen, ob in der Vergangenheit vielleicht schon mal jemand sein Abo bei dir gekündigt hat, der ein bisschen so ist wie Sarah. Vielleicht kannst du ja dann verhindern, dass jemand wie Sarah in Zukunft dein Gemüse nicht mehr will. Weil du nicht auf den Kopf gefallen bist, überlegst du vorher: Wie viele Kunden musst du vom Kündigen abhalten, damit sich das Angebot lohnt? Die Antwort ist leicht: mindestens einen, denn jeder Kunde zählt. Es wird aber eine ganze Weile dauern, bis du dein Heftchen durchforstet hast. Und Zeit ist Geld. Du wägst also ab: Was verliere ich, wenn einer geht? Und was gewinne ich, wenn einer bleibt, aber fortan weniger zahlt? Und wie viel Zeit muss ich investieren, damit einer bleibt? Du kommst zu dem Schluss, dass wenn noch fünf weitere Kunden überlegen, das Abo zu kündigen und du drei von ihnen mit dem 10-Euro-Angebot abhalten kannst – dass sich dann Aufwand und kleine finanzielle Einbußen lohnen. Und siehe da: Natürlich ist Sarah nicht die erste. Da war vor einiger Zeit doch Peter, der mit dem Jutebeutel, der keine Kartoffeln mochte. Genau wie Sarah wollte er sein Gemüse nicht in einer Plastiktüte, sondern es lieber direkt in den Jutebeutel. Du blätterst dein Heftchen durch und zählst nach: Wie viele deiner Kunden haben in den letzten fünf Jahren ihr Abo abbestellt, die ihr Gemüse nicht in einer Plastiktüte wollten? Die meisten sind immer noch deine Kunden, alleine daran kann es also nicht liegen. Aber wenn du dich recht erinnerst, war Peter auch in etwa so alt wie Sarah, Ende 20, Anfang 30. Also gehst du nochmal durch dein Heft und findest vier weitere Kunden, die ihr Gemüse nicht in der Plastiktüte wollten und in einem ähnlichen Alter wie Peter und Sarah gewesen sein dürften. Und mehr noch: Drei von ihnen haben auch gekündigt. Ob die nun jetzt alle lieber Biogemüse mögen? Wahrscheinlich. Plastiktüten mögen sie jedenfalls nicht. Als nächstes schaust du dir deine aktuellen Kunden genauer an. Oma Else und Frank Meister nehmen deine Plastiktüten immer gerne. Aber Anna, Paul und Hendrik, die haben auch diese Jutebeutel-Angewohnheit und sind um die 30 Jahre alt. Außerdem hast du Anna und Paul auch schon mal beim Nachbarn Bioäpfel kaufen sehen. Am nächsten Samstag sprichst du die drei an. Ob sie, weil sie deine treusten Kunden sind, wohl Interesse daran haben, jede fünfte Gemüseladung kostenlos zu bekommen? Sie nehmen an.  Das ist nicht nur toll für dein Geschäft, sondern auch gut für deine Laune. Und damit in Zukunft vielleicht noch mehr Sarahs, Annas und Pauls deine Gemüsetüte kaufen, könntest du ja vielleicht mal nachrechnen, ob sich der Verkauf von Biogemüse für dich lohnt…