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No More Mainframe?

Viele Unternehmen sind auf ihrem Weg in die mainframelose Zukunft. Wir, als Anwendungs-Modernisierer, wollen helfen. Nicht nur mit eigenen effizienten Produkten, sondern mit Experten, die unsere Kunden dabei unterstützen, den Weg selbst zu gehen. Experten wie Frank Manos.

Viele Experten sind sich einig: Die Ära des Mainframe ist bald vorüber. Nur wann? IBM als größter Mainframe-Anbieter hat kein finales Enddatum veröffentlicht. Im Gegenteil hat das Unternehmen erst 2017 eine neue Variante, den z14, auf den Markt gebracht. Und dennoch: Zukunftsorientierte Unternehmen, die ihre Datenbanken noch auf einem IBM-Mainframe laufen haben, entscheiden sich über kurz oder lang für eine Alternative. Dezentrale beziehungsweise Cloud-Lösungen sind dann meist das Mittel der Wahl. Doch wie soll sie aussehen, die neue Datenbank? Und unter welchem Betriebssystem soll sie laufen? „Zwei Dinge sind unseren Kunden bei der Umstellung besonders wichtig“, erklärt Frank Manos, einer unserer Mainframe-Migrations-Experten. „Überschaubare Kosten und eine einfache Handhabung.“ Also zwei Dinge, die bei einer Mainframe Migration zur Herausforderung werden können.

Flexibilität und sensible Daten

Im besten Fall wissen wir, wie wir unseren Kunden helfen können, sich selbst zu helfen. Dazu müssen wir als Anwendungs-Modernisierer selbstverständlich vor allem eines sein: Flexibel. Jeder Kunde hat andere Wünsche und arbeitet mit anderen Systemen. Und vor allem hat jeder individuelle Vorstellungen davon, wie so ein Projekt umzusetzen ist. So auch das KRZN, das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein. Hier kam noch ein weiterer Aspekt hinzu: Sensible Daten. Denn das KRZN kümmert sich um die Ergebnisse der Kommunalwahl genau wie um die Daten aus den Jugendämtern der Region.

Seit 2011 trennt sich das KRZN nun Stück für Stück von seinem Mainframe. Wir sind als Berater von Anfang an dabei und unterstützen die Mitarbeiter bei der Umsetzung. Lassen sie also die Migration praktisch selbst machen. „Auf diese Weise wissen die Anwender beim KRZN womit sie es zu tun haben und bekommen kein fertiges Produkt vor die Nase gesetzt, in das sie sich erstmal reinfuchsen müssen“, sagt Frank Manos.

Vorhandenes nutzen

Es gibt viele mögliche Zieldatenbanken. Auch im günstigen OpenSource-Bereich. Das sind Anwendungen, die sich ohne Nutzungsgebühr implementieren lassen. Wenn es sich anbietet, sind Open Source Lösungen unsere erste Wahl. In diesem Fall waren sie aber leider nicht einsetzbar. „Was heißt ‚leider’“, sagt Manos. „Es ist nicht immer zielführend, blind seinem gewohnten Weg zu folgen. Beim KRZN lag bereits eine Oracle-Lizenz vor. Und um den Mainframe mit seinen Daten auf eine Open Source Datenbank zu migrieren, wäre es zu Zusatzkosten gekommen. Die Entscheidung für Oracle fiel also relativ leicht. Auch wenn es keine kostenlose Lösung ist.“

Hinzukam, dass wir genau für diesen Fall, also Mainframe-Migration auf Oracle, ein Produkt, den TableMover, entwickelt haben. Eine Anwendung, die mehr oder weniger auf Knopfdruck die vorhandene DB2 z/Os Datenbank in Oracle migriert. Die KRZN-Mitarbeiter mussten kaum selbst tätig werden. „Das war wirklich sehr praktisch. Zumal wir während der Umsetzung feststellen mussten, dass wir vorab, also bevor wir das Produkt einsetzen konnten, doch mehr Anweisungen manuell schreiben musste, als im Proof of Concept angedacht“, erklärt Frank Manos. „Aber das ist Fleißarbeit, die relativ schnell erledigt ist“. Und so konnte die Anwendung zu den Landtagswahlen pünktlich zur Europawahl Anfang Februar 2019 auch produktiv gehen.

Happy End

Inzwischen ist auch die Anwendung zur Unterstützung des Jungendamtes migriert und Ende September 2019 produktiv gegangen. „Damit ist die Oracle-Umstellung vorerst beendet und wir blicken auf eine erfolgreich abgeschlossene Teil-Migration zurück“, sagt Frank Manos. Denn natürlich gibt es beim KRZN noch weitere geschäftskritische Anwendungen, die migriert werden müssen. „So eine Migration lässt sich nicht von heute auf morgen realisieren“, sagt Frank Manos. „Da müssen Prioritäten gesetzt werden. Anders geht es nicht.“ Das wissen aber auch die Kunden. So lässt sich in enger Zusammenarbeit ein Migrationsprojekt gut planen und ohne Verzögerungen umsetzen.

Drei Fakten zum MAINFRAME

1. Der Mainframe, also der Großrechner, spielt vor allem bei Banken noch eine große Rolle. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Abwicklung von Massentransaktion, beispielsweise diejenigen, die von Geldautomaten ausgehen.

2. Marktführer ist IBM. Dessen Verkäufe von Mainframesystemen gehen allerdings stark zurück. Insgesamt machen sie nur drei Prozent des IBM-Gesamtumsatzes aus.

3. Größter „Konkurrent“ des Mainframe ist die Cloud, da sie maximale Flexibilität verspricht. Ob sie aber jemals die immer noch genutzten Mainframe-Rechner vollkommen ablösen wird, ist nicht abzusehen. Grund ist die Befürchtung der Unternehmen, die auf dem Mainframe verarbeiteten sensiblen und geschäftskritischen Daten in der Cloud nicht zu hundert Prozent absichern zu können.

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Anwendungsmodernisierung und Software Engineering

Digitale Transformation

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