Nervensystem IT

Im zentralen Nervensystem

Ein gut funktionierendes Data-Warehouse ist das zentrale Nervensystem eines Unternehmens. Es kontrolliert den Datenfluss und beinhaltet nur hochwertige Informationen. Doch wenn die digitale Infrastruktur zum Bremsklotz wird, sind Experten gefragt, so die Erfahrung unseres DWH-Experten und „Digitalen Nerven-Spezialisten“ Heiko Bruns von ITGAIN.

Wir befinden uns im Gehirn eines Unternehmens – im Data-Warehouse. Hier lagert das wichtigste Gut: Daten. Lieferdaten, Rechnungsdaten, Kundendaten, Produktdaten, Unternehmensdaten, kurz: alles, womit sich der Erfolg des Unternehmens definieren, analysieren, messen und steuern lässt. Doch ein Warehouse zu haben reicht nicht: „Es geht um die Qualität. Jedes Unternehmen sollte sich daher die Frage stellen: ‚Wie hochwertig sind meine Daten, und wie finde ich das heraus?‘“, erklärt Heiko Bruns, Strategieberater bei ITGAIN. 

Als BI-Architekten und Anwendungsmodernisierer haben Bruns und seine Kolleginnen vor allem eines im Blick: die richtige Infrastruktur, sprich die Art und Weise, Daten so effizient und zeitnah wie möglich in eine Datenbank zu integrieren. „Dabei kann das Unternehmen genau die richtige Software einsetzen, letztlich kommt es auf die passende Modellierung an. Wenn die Tabellen, in denen die Daten gesammelt werden, doppelte oder schlichtweg inkonsistente Daten führen, erhalten wir ein Datenchaos, mit dem niemand etwas anfangen kann“, sagt Heiko Bruns. Die Folge: Informationen sind nicht mehr vertrauenswürdig, was schlimmstenfalls zu falschen Entscheidungen beziehungsweise fehlerhaften Schlussfolgerungen führen kann. „Die Grundlage für hochwertige, also eindeutige und aussagekräftige Daten, ist daher immer ein Datenmodell, das das Geschäft des Kunden sowie qualitativ hochwertige Ladeprozesse in das DWH abbildet.“ Und wie das aussieht, wissen die Experten von ITGAIN.  

1652

Mit seinen Workshops hat ITGAIN bereits bei 1.652 Anwendungen, Verfahren und Geschäftsprozessen zu Verbesserungen beigetragen

Status Quo erkennen

Damit die Experten von ITGAIN ein solches Modell entwickeln können, verschaffen sie sich einen Überblick über das Unternehmen an sich. Basis dafür ist ein standardisierter Workshop. In zwei Tagen werden neun Themen abgeklopft:

  1. Strategie
  2. Governance und Organisation
  3. Architektur
  4. Anforderungen bei Entwicklung und Betrieb
  5. Technologie und Performance
  6. Qualitätssicherung, Standards und Tests
  7. Datenmodellierung
  8. Datenintegration und ETL
  9. Berichtswesen und Informationsdesign

So wird deutlich, wie hoch der Reifegrad der Business-Intelligence-Landschaft des Kunden ist. „Zu jedem der Punkte haben wir eine Evaluationsskala entwickelt: von 1 (keine oder nur geringe Erfahrung) bis 5 (umfassende Erfahrung) beziehungsweise State of the Art Know-how“, erklärt Heiko Bruns. „Immer wieder arbeiten wir mit Unternehmen, die in gewissen Bereichen sogar noch darüber liegen. Unternehmen, die engagierte Mitarbeiter haben und sich innovativ mit neuen Technologien auseinandersetzen. Wir nennen das over-the-top, also visionär gegenüber der Analystenmeinung. Das ist durchaus positiv. Denn gerade bei BI-Themen geht es auch immer um Weiterentwicklung. Auch das wollen wir unseren Kunden, deren BI noch nicht den gewünschten oder erforderlichen Reifegrad besitzt, in diesen Workshops vermitteln: Es lohnt sich als Unternehmen, die Augen offen zu halten, nach neuen Trends und Möglichkeiten zu schauen, um einzelne Prozesse innovativ zu optimieren“, so Bruns.

Inspirationsquellen

Im Idealfall weiß der Kunde nach dem Workshop, wie effektiv und effizient sein BI-Programm arbeitet, ob er die Themenbereiche von der Entwicklung bis zum Betrieb beherrscht und wo eventuell Handlungsbedarf besteht. Das Ziel des Workshops ist daher keine direkte Handlungsaufforderung. Es geht vielmehr darum, Prioritäten zu setzen. Was kann ich? Was weiß ich? Was habe ich schon mal gehört, aber gleich wieder vergessen? „Es ist ein bisschen wie Kochen“, erklärt Heiko Bruns. „Es hängt von den individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen des Kochs ab. Nutze ich Bioprodukte oder nur Tiefkühlkost? Bin ich in der Lage, Delikatessen zuzubereiten oder eher Hausmannskost? Weihnachtsgans oder Molekularküche? Wo liegen meine Skills? Und was ist richtig und wichtig für unser Unternehmen?“

Das Unternehmen muss sich demnach auch selbst einschätzen können. Und am Ende wird verglichen: Was haben die Experten für einen Eindruck von den „Kochkünsten“ des Kunden und wie sieht das Unternehmen sich selbst? Möglicherweise werden dann Potenziale bei Technologien und Performance oder der BI-Organisation deutlich, die das Unternehmen selbst gar nicht im Blick hatte. „Daraus ergeben sich Lösungsansätze oder Inspirationsquellen, auf denen später in einem weiteren Schritt viel kleinteiliger und konkreter aufgebaut werden kann“, sagt Bruns.

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