Auf der Trainerbank

Auf der Trainerbank

Wenn es um die Modernisierung der IT-Landschaft seiner Kunden geht, hat ITGAIN klare Vorsätze: Herausforderungen schnell erkennen, kreative Lösungen finden und mit dem Kunden immer im Gespräch bleiben. Denn Strategien müssen gemeinsam entwickelt werden. Nur so bleibt Erfolg nachhaltig. Ein Gespräch mit ITGAIN-Experte Heiko Bruns über das Erkennen hochwertiger Daten.

Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat viel zu tun. Daten aus rund 40 Kommunen kommen hier zusammen und müssen analysiert, geordnet und katalogisiert werden. Eine umfassende Mainframe-Migration auf Linux haben die Mitarbeiter mithilfe der Experten von ITGAIN schon erfolgreich abgeschlossen. In einem nächsten Schritt wollen die Kommunen flexibler werden, sprich ihre Daten vom Rechenzentrum individuell aufbereiten lassen. Und das in Highspeed. Dadurch sollen einerseits Ergebnisse von beispielsweise Kommunalwahlen schneller erkennbar sein. Andererseits erhoffen sich die Verantwortlichen einen geringeren bürokratischen Aufwand.

Die bisher implementierte Lösung brachte nicht den gewünschten Effekt. Von Zeitersparnis konnte keine Rede sein. Wie ITGAIN dieses Projekt durch Coaching zum Erfolg brachte, erzählt Teamleiter Heiko Bruns im Interview.

Wie gehen Sie auf den Kunden zu?

Wir sehen uns in erster Linie als Konzeptdenker, Projektlenker und Umsetzer. Dafür müssen wir genau wissen, wo es hakt. Um das herauszufinden, haben wir einen Workshop entwickelt, in dem wir gemeinsam mit dem Kunden den Stand der Dinge abfragen.

Wo lag die größte Herausforderung?

Beim Data-Warehouse. Soweit es existierte. Zwar hatte der Kunde bereits in Eigenregie eine Plattform entwickelt, allerdings mit Defiziten bei der Architektur und der Infrastruktur. Die Daten wurden bislang mithilfe von Skripten in die Plattform transportiert. Das ist langwierig, aufwendig und wenig effizient. Es kostet einfach Zeit. Zeit, die der Kunde eigentlich einsparen will. Besser ist es, Tools mit grafischen Oberflächen zu nutzen, wie sie viele moderne Datenintegrationsanwendungen anbieten.

Worauf gilt es dabei zu achten?

Das akkurate Datenmodell. Wie eine Landkarte stellt es die Zusammenhänge zwischen den Geschäftsobjekten präzise dar und definiert, welche Daten für welche Reports bereitgestellt werden. Ein mächtiges Instrument für Anforderungsanalyse und Dokumentation. Und ein Herzstück, das alles beeinflusst: den Ladeprozess, die Geschäftsregeln, die Historisierung und Auditfähigkeit sowie Data-Marts und Reporting. Jede Kommune sollte aber vor allem in der Lage sein, ihre Daten individuell über ein zentrales Rechenzentrum zu bestellen und Zugriff zu erhalten. Und zwar so schnell es geht. Für diese Individualität der Kommunen musste ein Weg gefunden werden, der es dem Kunden ermöglicht, in Zukunft allein zurecht zu kommen.

Was war Ihre Lösung?

Da es immer auch um Kosten sowie um einfache Handhabung geht, arbeiten wir sehr gerne mit Open-Source-Lösungen. Auch in diesem Fall. Wir stellten ein entsprechendes Tool vor und bearbeiteten gemeinsam mit dem Kunden Best-Practices. Standards zur Datenintegration, also ganz konkrete Abläufe, wurden entwickelt und zukünftige Aufgaben definiert.

Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Kunden?

Sehr eng. Bei den meisten Projekten ist es so, dass wir mit dem Kunden vor Ort und während der regulären Arbeitszeit zusammenarbeiten. Das muss zügig und reibungslos ablaufen. Niemand hat Zeit, sich im laufenden Tagesgeschäft mit einem Redesign des Data-Warehouses zu befassen. Deshalb führen wir mit den Kunden Workshops durch, erklären, worauf es ankommt, und bringen sie schnell dazu, die Ideen umzusetzen. Die Tools, die wir aussuchen, helfen dabei. Und natürlich unsere Erfahrung im Coaching.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir haben die Open-Source-Lösung eingeführt und generelle Fragen erörtert. Jetzt geht es in die Tiefe. Vor allem die Modellierung erfordert noch ein wenig Arbeit. Da lohnt es sich, genauer drauf zu schauen. Außerdem wollen wir Testmethoden entwickeln, um es dem Kunden zu ermöglichen, die Effizienz der Datenintegration und die Datenqualität im Warehouse künftig immer im Blick zu haben. 

Das heißt, Sie gehen erst, wenn der Kunde fit genug ist?

Genau. Wir bleiben, bis die letzten Fragen geklärt sind. Wie lange das dauert, ist immer unterschiedlich. Aber gerade beim Coaching wollen wir sicherstellen, dass der Kunde seine Selbständigkeit behält. Darüber hinaus stehen wir natürlich auch nach Abschluss des Projekts für Fragen zur Verfügung.

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