„UI is the sadle, the stirrups and the reins. UX is the feeling you get being able to ride the horse“, hat Dain Miller, ein Web Developer, einmal gesagt. In anderen Worten heißt das, dass man zwar ein User Interface braucht, um ein Programm oder eine Software zu bedienen, das aber noch nicht heißt, dass es mit diesem User Interface auch Spaß macht, die Software zu bedienen. Denn beim User Interface, der Benutzeroberfläche, handelt es sich lediglich um die Schnittstelle zwischen dem Benutzer und der Maschine, die ihn zum Ziel navigiert. Über die Optik oder Benutzbarkeit sagt das jedoch noch nichts aus.

Wir unterscheiden zwischen UI – dem User Interface, UX – der User-Experience und der Usability, sprich der Benutzerfreundlichkeit. Grob gesagt beschreibt ein funktionierendes UI Design „Die Anwendung funktioniert.“ Zusammen mit Usability Design würde das heißen: „Die Anwendung funktioniert gut.“ Und mit UX Design „Die Anwendung funktioniert und ich finde sie klasse!“

Eine gute User Experience ist unser Ziel, und diese setzt sich zusammen aus dem Look, Feel und der Usability.

In diesem Blogartikel möchten wir vorstellen, mit welchen Bereichen des UI/UX/Usability Designs wir uns in dieser schnelllebigen Zeit beschäftigen, was wir unseren Kunden anbieten und was das für sie bedeutet.

1. Material/Atomic Design

UX UI Smartphone

Material Design bzw. Atomic Design beschreibt die Ansammlung von atomaren Elementen, welche zusammen eine vollständige Anwendung/Seite ergibt. Inspiriert von der Chemie werden aus Atomen Moleküle, daraus Organismen, daraus Templates und dann letztendlich die fertigen Pages. So kommt man von abstrakten Begriffen wie HTML Tags zu Ansammlungen von diesen und dann schlussendlich zu Wireframes, welche mit Inhalt gefüllt werden können. Im Vordergrund stehen hierbei der Weg von etwas Abstraktem zu etwas Konkretem, sowie Konstanz.

Als Innovation ist hier das plattformübergreifende, flexible Gestalten anzusehen. Die Nutzung von Material/Atomic Design ermöglicht einheitliche Systeme für diverse Plattformen, Geräte und Eingabemethoden. Außerdem können Entwickler flexibel auf Anpassungen reagieren.

2. UI Analyse und Optimierungsberatung

Für eine optimale Erneuerung muss man erstmal ein Verständnis dafür haben, welche Bereiche der UI Mängel aufweisen. Dafür bieten wir im ersten Schritt eine UI Analyse und im zweiten Schritt eine Optimierungsberatung an. Eine neu eingeführte Oberfläche sollte schließlich nicht die gleichen oder ähnlichen Schwachpunkte aufzeigen wie die vorherige, nur weil diese nicht richtig erkannt wurden. Und eine neu eingeführte Oberfläche, die die Schwachstellen der alten ausbessert, aber gewohnte Elemente übernimmt, steigert die Benutzerzufriedenheit, was nicht zu unterschätzen ist. Sicherlich ist sowohl eine UI Analyse als auch eine UI Optimierungsberatung nichts Neues und nichts Aufregendes im Bereich UI/UX. Trotzdem handelt es sich hierbei um eine wichtige Komponente zur Oberflächenverbesserung, die man nicht missen sollte.

Um sich einen Überblick über die Probleme/Schwachstellen zu machen, die eine Software aufweist, bieten wir folgende Möglichkeiten an: Einzelgespräche mit dem Benutzer, Fragebögen, Eyetracking und/oder Live-Beobachtungen sammeln. Welche Methode dabei zum Einsatz kommt – einzeln oder in Kombination – richtet sich nach Zeit und Budget und kann abgesprochen werden. Nicht für jede Oberfläche ist jede Methode sinnvoll. So lohnt sich beispielsweise Eye Tracking hauptsächlich dann, wenn eine Oberfläche besonders unübersichtlich ist und der Benutzer selbst auch nicht erklären kann, welche Komponenten auf der Seite ihm als erstes ins Auge fallen.

Der Nutzen hier liegt klar darin, dem Consultant aufzuzeigen, welche Webseitenelemente überarbeitet oder verändert werden müssen, und in welchem Umfang, und welche so oder so ähnlich übernommen werden können/sollten. Da ganz klar die Usability und die User-Experience im Vordergrund stehen, sprich alles benutzerzentriert sein soll, legen wir speziell den Fokus hier rauf.

3. A/B-Tests

Sicherlich kennen die meisten von uns das Diagramm mit der Schaukel und dem Baum. „Was der Kunde erklärt hat“, „Was die Projektleitung verstanden hat“, usw. Besagtes Diagramm zeigt hervorragend die Schwachstellen in der menschlichen Kommunikation. Nicht immer kommt an einem Ende an, was am anderen gemeint war. Um dieses Phänomen in der Gestaltung unserer Masken zu umgehen, und um den Kunden auch von unseren Erfahrungen profitieren zu lassen, bieten wir A/B-Tests an. D.h. wir entwerfen auf Basis von Absprachen zwei Designs zu ein und derselben Maske. Diese legen wir beim Kunden vor, mit der Frage: „Welche Maske gefällt euch besser? Bzw. welche Elemente gefallen euch von welcher Maske besser?“

Das hilft sowohl dem allgemeinen Verständnis vonseiten der Designer – „Ah, das haben Sie sich vorgestellt.“ – als auch dem Kunden, da er von der Erfahrung des Designers profitiert – „Oh, was ich mir vorgestellt habe, sieht umgesetzt doch nicht so aus, wie ich es mir gedacht hatte.“

Auf Basis dieses Gegeneinander-Abwägens kann sich entweder für eins der beiden (oder dreien/vieren) entschieden werden, oder für die Kombination von Gestaltungselementen aus verschiedenen Masken.

4. Analyse zur Deckung von Kundenwunsch und Interesse des Endbenutzers

Lea Brauner ITGAIN UX UI

Nicht immer sind die Wünsche des Kunden, bzw. Auftraggebers deckungsgleich mit denen der Endbenutzer, da in großen Firmen der Auftraggeber nicht zwingend überhaupt mit dem Programm arbeitet. Deswegen bieten wir eine Analyse zur Interessensdeckung an. Das stellt sicher, dass die Wünsche des Kunden und Vorstellungen des Endbenutzers berücksichtigt werden, sodass beide Parteien zufrieden sind und die Produktivität gesteigert werden kann. Dabei bleibt das Große Ganze im Blick, als auch die Liebe zum Detail.

Der Hintergrund dazu ist die klassische Vorgehensweise, rein den Kundenwünschen zu entsprechen. Immer häufiger ist es allerdings so, dass der Kunde, bzw. Auftraggeber am Ende des Tages nicht der Endnutzer des Programms ist. Sprich, der Kunde bekommt, was er sich vorgestellt hat, aber die Wünsche und Bedürfnisse des Endbenutzers bleiben manchmal noch zu sehr auf der Strecke. Wir wollen sicherstellen, dass das nicht passiert und alle mit dem Endergebnis zufrieden sind.

5. Negativtests

Eine aus unternehmerischer Sicht weniger interessante Auswahloption, die aber trotzdem vorhanden sein muss, wird visuell und mit weniger effizientem User Experience Design eingebunden als die Variante, welche für das Unternehmen den höheren Mehrwert erzielt.

Hierzu führen wir dann nicht nur die Implementierung durch, sondern auch eine Testreihe.

6. Usability Testessen

Beim Usability Testessen werden in 6 Runden à 12 Minuten Produkte, Websites und Apps getestet. Dabei hilft die lockere Atmosphäre, die durch z.B. Bier und Pizza geschaffen wird, ehrliches Feedback abzugeben und zu bekommen. Hinter dem Usability-Testessen steckt die Thinking-Aloud Methode, bei der die Tester gebeten werden, ihre Gedanken frei auszusprechen.

Durch das lockere Umfeld wird schnell und offen auf die größten Schwächen der Gebrauchstauglichkeit eines Produkts aufmerksam gemacht. Das geht schnell und gibt einen authentischen Einblick in die Benutzung. Da es sich zusätzlich um eine für den Kunden recht günstige Option des Testens handelt – gestellt werden in der Regel die Räumlichkeiten, meist beim Kunden vor Ort, Essen und Trinken – ist das Usability-Testessen eine gute Möglichkeit, auch Zwischenstände auf spezielle Funktionen testen zu lassen.

7. Verschiedene Designentwürfe

Um grafisch festzuhalten, was besprochen wurde, bieten wir folgende Arten von Designentwürfen an, aufgelistet nach Einfachheit: Wireframes, Mock-ups, Prototypes. Um nicht direkt in die Entwicklung zu gehen, bieten wir Designentwürfe an. Diese sind noch nicht mit Funktionen hinterlegt und können deswegen in unserer agilen Vorgehensweise verhältnismäßig schnell geändert werden, sollten sich Wünsche oder Vorgaben ändern.

All diese aufgelisteten Punkte dienen einer langfristig hohen Zufriedenheit, denn bekanntermaßen „isst das Auge mit“. Visuell ansprechende Komponenten zu erstellen sorgt dafür, dass der Benutzer langfristig Spaß an der Benutzung hat und ein aufgeräumtes Design hilft außerdem für aufgeräumte Gedanken.

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