Wenn es mal wieder eng wird im Projekt, der Releasetermin näher rückt und das Testen weiter Abweichungen zutage fördert, kann man in den Büros ein verzweifeltes Flehen hören: Ach, hätten wir bloß eine Testautomatisierung, dann wäre alles viel besser!

Würde eine Fee daraufhin einem Projektleiter sofort ein Testautomatisierungswerkzeug zur Verfügung stellen, so ist es nicht ausgeschlossen, dass statt Flehen ein lautes Fluchen aus den Büros zu hören wäre. Ein Fluchen darüber, dass trotz jetzt vorhandener Testautomatisierung  kein Fortschritt in der Testdurchführung festzustellen ist: Festgestellte Abweichungen werden nicht bearbeitet, existierende Testfälle können nicht genutzt werden oder das Werkzeug kann von keinem Mitarbeiter vernünftig bedient werden.

Bestandteile eines erfolgreichen Testmanagements

1. Gut wäre es gewesen, unsere Fee hätte dem Projektleiter zuerst einmal ein funktionierendes Testmanagement zur Verfügung gestellt. Ein weitverbreiteter Irrglaube ist es nämlich anzunehmen, ein Werkzeug, mit dessen Hilfe man die Testfälle automatisch durchführen kann, würde scheinbar über Nacht alle bisher bestehenden Probleme an der Stelle lösen. Tatsächlich steht die Testautomatisierung an der Spitze einer Pyramide. Erst wenn alle Granitblöcke zu einem festen, tragenden Fundament der Pyramide verbaut sind, lohnt es sich, über die Gestaltung der Spitze Gedanken zu machen. Bestandteile der Granitblöcke sind Anforderungen an die zu entwickelnde Anwendung, aus denen sich Testfälle ableiten lassen. Ohne diesen Block wäre nicht klar, was und wogegen eigentlich getestet werden soll.

2. Ein weiterer Block, der zu einem stabilen Fundament beiträgt, auf dem die Testautomatisierung aufsetzt, ist die Methodik der Testfallerstellung. Gemäß dem Grundsatz, dass kaum alle möglichen Ausprägungen getestet werden können, bedarf es einer Vorgehensweise, die wichtigsten Funktionen zu identifizieren, um dann dafür Testfälle abzuleiten.

3. Ein weiterer, ganz wichtiger Bestandteil der Pyramide ist ein etablierter Qualitätsmanagement (QM) – Prozess in dem Unternehmen. Erst so lässt sich die Zuweisung der Abweichung an einen Entwickler sowie seine Behebung verfolgen. 

In all den genannten Gebieten sollte bereits eine Werkzeugunterstützung die Ausführung der Aktivitäten effektiv unterstützen. Sozusagen der Mörtel, der die einzelnen Teile zusammenhält, ist das Wissen und die Fähigkeiten der Projektmitarbeiter in puncto QM und Werkzeugbeherrschung. Das gilt es vor dem Einsatz einer Testautomatisierung zu beachten. Ohne ein bereits existierendes Testmanagement lässt sich auch nichts zufriedenstellend automatisieren. Die Spitze der Pyramide wird auch dann erst fertiggestellt, wenn alle darunter liegenden Blöcke stabil stehen und fest miteinander verbunden sind.

Welche Lösung bietet die ITGAIN Testautomation?

Nun muss eine erfolgreich eingesetzte Testautomatisierung kein Märchen sein. Auch ist es nicht erforderlich, nach Ägypten zu reisen, um an einer Pyramide deren Aufbau zu betrachten. Stattdessen lohnt es, sich z. B. mit dem ITGAIN QM – Check einen Überblick darüber zu verschaffen, was an Testprozessen, Methoden und Werkzeugen bereits in einem Projekt vorhanden ist. Weiter sollte die Frage gestellt werden, was mit der Testautomatisierung erreicht werden soll und welche Voraussetzung dazu noch erfüllt werden müssen. Eine gute Fee kommt selten vorbei, ein erfahrener Berater aus dem Team Qualitätsmanagement von ITGAIN dagegen schon!

Gemeinsam mit Ihnen prüfen wir, was getan werden muss, um eine Testautomatisierung in Ihrem Projektumfeld zu etablieren. Der bewährte ITGAIN QM – Check versetzt uns in die Lage, innerhalb kurzer Zeit die Stärken und auch die Schwächen in Ihrem Qualitätsmanagement sichtbar zu machen. Basierend auf den so gesammelten Informationen bauen wir weiter an Ihrer ganz individuellen „QM–Pyramide“. Das Ziel ist es, eine Testautomatisierung auf ein stabiles und funktionierendes Testfundament zu setzen.

Weshalb sich ein Unternehmen mit Testautomatisierung auseinandersetzen sollte und wie die Testautomatisierungsframeworks der ITGAIN funktioneren, lesen sie in Teil 2!

Hier finden Sie Teil 2 dieser Blogserie

Das Fundament der ITGAIN Testautomation - Teil 2

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